Slot-Dossier ·ELK Studios ·Pirots 4

Pirots 4 im Test: 10.000x, drei Welten und ein 94er-RTP

ELK Studios baut hier das umfangreichste Pirots-Kapitel bisher: expandierendes Raster, Symbol-Transformationen, Space Bandit — und ein 6x6-Feld, das trotz aller Regeln lesbar bleibt.

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Was auf dem Papier steht, bevor ich einen Spin drehe

Bevor ich irgendwo draufklicke, schaue ich mir drei Zahlen an: RTP, Volatilität, Max-Gewinn. Erst danach interessiert mich, ob da Vögel, Vulkane oder Weltraumbanditen über die Walzen laufen.

Wert Pirots 4
Studio ELK Studios
Release 24.07.2025
RTP 94 % (einzelner Build)
Volatilität hoch (7/10)
Max-Gewinn 10.000x Einsatz
Raster 6×6, expandierend
Mechanik CollectR
Trefferquote rund 25 %

Der Punkt, der mir sofort ins Auge springt, ist der RTP 94 %. Kein Casino-abhängiger Stufenbau, sondern eine einzige Zahl — das ist bei ELK Studios seit Jahren so und immerhin ehrlich. Man weiß, woran man ist, egal bei welchem Anbieter man den Titel aufmacht. Mir ist ein transparenter 94er lieber als ein Haus, das mir 96,x verspricht und im Kleingedruckten auf 92 herunterschaltet.

Trotzdem: 94 % ist 94 %. Bei hoher Volatilität, 7 von 10, heißt das Basisspiel-Trockenphasen, die man aussitzen muss.

Der Max-Gewinn 10.000x ist für die Reihe kein Rekord, sondern der übliche Deckel. Die Marketingfolien schreiben ihn groß hin, als wäre er ein Versprechen. Machen wir uns nichts vor — das ist die theoretische Obergrenze eines Mathematikmodells, nicht das, was am Freitagabend passiert. Den Film habe ich schon gesehen, bei Pirots 2 und bei Pirots 3.

Positiv fällt mir die Trefferquote von etwa 25 % auf. Jeder vierte Spin gibt irgendetwas zurück — das hält eine Session länger am Laufen, als die Volatilitätsangabe vermuten lässt.

Das Release-Datum, 24.07.2025, erklärt nebenbei, warum der Titel in den Listings noch relativ weit hinten auftaucht.

CollectR, drei Welten und was da wirklich passiert

Die CollectR-Mechanik ist das Herzstück der Reihe, und sie funktioniert hier im Kern wie gehabt: Die Vögel sitzen am Rand des Rasters, fressen die Symbole ihrer Farbe und zahlen dafür. Wer Pirots 2 kennt, muss nichts neu lernen.

Neu ist der Weltraum-Rahmen mit drei Welten, die jeweils eigene Zusatzregeln mitbringen. Ich habe rund 300 Spins im Demo-Modus gedreht und dabei versucht, jede davon mindestens einmal richtig zu sehen.

Was mir konkret aufgefallen ist:

  • Das expandierende Spielfeld wächst über 6×6 hinaus, wenn genug gesammelt wird. Mehr Fläche heißt mehr Symbole pro Welle — das ist der eigentliche Hebel, nicht irgendein Multiplikator.
  • Symbol-Transformationen wandeln niedrige Symbole in höhere um. In meiner Session der zuverlässigste Weg, aus einer mittelmäßigen Kaskade doch noch etwas zu machen.
  • Der Space Bandit greift ins Geschehen ein und räumt auf seine Art auf. Optisch der beste Einfall des Spiels, mechanisch eine Störgröße, die man erst nach ein paar Runden richtig einschätzt.
  • Lost In Space ist die Runde, auf die man wartet. Die kam bei mir zweimal in 300 Spins, beide Male ohne großes Ergebnis.
  • Die Freispiele lösen wie üblich über gesammelte Scatter aus, nicht über drei zufällig verstreute Symbole. Das fühlt sich verdienter an.

Die Hit-Frequenz rund 25 % merkt man im Basisspiel deutlich. Es tröpfelt ständig etwas, meist unter Einsatzhöhe.

Sauber gebaut ist das alles, da gibt es nichts zu meckern. Nur eben verschachtelt.

Wie sich das Ding nach 300 Spins anfühlt

Das Tempo ist hoch, fast zu hoch. Kaskaden laufen zügig durch, und wenn zwei Symbol-Transformationen hintereinander greifen, ist die Runde vorbei, bevor man sie gelesen hat.

Genau da liegt die Stärke und die Schwäche des Aufbaus. Das 6×6-Raster ist bei ELK Studios sauber gestaffelt, die Farben der Vögel sind klar voneinander getrennt, man erkennt sofort, wer gerade wen frisst.

Sobald das Feld wächst, wird es enger. Nicht unlesbar, aber man verliert den Überblick über die Randbereiche.

Der Sound ist zurückhaltender als bei Pirots 3, und das meine ich positiv. Weniger Jubelfanfaren für Beträge unter Einsatzhöhe. Wer schon einmal 200 Spins am Stück gedreht hat, weiß, wie schnell einem so etwas auf die Nerven geht.

Ich habe Anfang der 2000er in einer verrauchten Halle in Herne die Aufsicht gemacht. Da stand ein Gerät, das bei jedem Zwei-Euro-Treffer eine Melodie abspielte, die ich noch heute pfeifen kann. Nach acht Stunden Schicht hätte ich das Ding eigenhändig auf den Parkplatz getragen.

Solche Details entscheiden bei einem Spiel, das man über eine längere Session laufen lässt.

Optisch ist der Weltraum-Anstrich hübsch, ohne aufdringlich zu sein. Die Animationen des Space Bandit haben Charakter, die Hintergründe der drei Welten unterscheiden sich deutlich genug, dass man merkt, wo man ist.

Was ELK hier wirklich kann: Ein derart verschachteltes Regelwerk so zu präsentieren, dass man nach zwanzig Runden nicht mehr ins Menü schauen muss. Das ist Handwerk.

Und das wird auch nicht mein letzter Spin darauf gewesen sein.

Der 94er-Build — und was die Werbetexte weglassen

Jetzt zum Punkt, an dem ich mit dem Titel hadere. Der 94 % RTP ist kein Ausrutscher, sondern eine bewusste Entscheidung — das Studio fährt dieses Mathe-Modell seit Jahren. Nur wird es mit jedem Release schwerer zu verteidigen, wenn die halbe Konkurrenz bei 96 liegt.

Die Ankündigungstexte reden über Welten, Vögel und den großen Deckel. Über die Zahl reden sie nicht.

Worauf ich achten würde, bevor ich einsteige:

  • Die zwei Prozentpunkte unter dem Marktdurchschnitt kosten dich über eine lange Session real Geld — nicht dramatisch pro Spin, aber messbar.
  • 10.000x ist die Obergrenze, kein Zielwert. Bei diesem Mathe-Modell liegt der realistische gute Lauf irgendwo im niedrigen dreistelligen Bereich.
  • Die Hit-Frequenz 25 % klingt großzügig, verdeckt aber, dass die meisten dieser Treffer unter dem Einsatz liegen. Das ist Beschäftigungstherapie, kein Ertrag.
  • Pirots 2 war schlanker und kam mit weniger Regeln zum Punkt. Wer Übersicht über Umfang stellt, ist dort besser aufgehoben.
  • Der Weg zu den großen Features ist lang. Ohne Geduld oder ein Budget, das mehrere hundert Spins trägt, siehst du die interessanten Teile nicht.

Das ist keine Abrechnung. Ich sage nur ungern hinterher, ich hätte es nicht erwähnt.

Wem ich diesen Vogel-Zirkus zutraue

Pirots 4 ist ein Spiel für Leute, die sich gern in ein Regelwerk einarbeiten. Wer beim ersten unklaren Symbol das Fenster schließt, ist hier falsch.

Die hohe Volatilität verlangt Sitzfleisch. Kurze Sessions von fünfzig Spins zeigen dir nichts außer der Sammelmechanik im Leerlauf — das ist, als würdest du ein Buch nach zwei Seiten beurteilen.

Beim Einsatz würde ich klein anfangen und lang durchziehen. Die Spanne reicht laut den Listings bis zu einem Max-Einsatz bis 10.000, aber das ist eine Zahl für eine Kundschaft, die diese Review nicht braucht.

Wer die Reihe schon kennt, wird sich schnell zurechtfinden und die neuen Welten als das nehmen, was sie sind: eine Erweiterung, keine Neuerfindung. Für Neueinsteiger in die Serie ist es der aufwendigste, aber nicht der einfachste Einstieg.

Am besten aufgehoben ist hier der Typ Spieler, der eine Mechanik verstehen will und Spaß daran hat, zu sehen, wie das Feld wächst und die Vögel sich durchfressen. Der zieht aus einem Nachmittag mit dem Titel mehr als aus zehn Runden auf irgendeinem Fruchtslot.

Wer dagegen schnelle Entscheidungen und klare Linien mag, bleibt besser bei klassischer Ware.

Ich habe in zwanzig Jahren genug Automaten gesehen, die viel versprachen und wenig Struktur hatten. Der hier hat Struktur. Er hat nur einen RTP, der mich jedes Mal aufs Neue stören wird, egal wie hübsch der Space Bandit animiert ist.

Unterm Strich: solide gebaut, mit einem Preisschild, das man kennen sollte, bevor man sich hinsetzt.

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Häufige Fragen

Wie hoch ist der RTP von Pirots 4?

94 % — ein einziger Build, keine Casino-abhängige Stufenleiter. Ehrlich kommuniziert, aber eben zwei Punkte unter dem, was der Markt sonst bietet.

Wie hoch ist der maximale Gewinn bei Pirots 4?

10.000x Einsatz, laut den Listings. Das ist die Obergrenze des Mathe-Modells, kein Zielwert — der realistische gute Lauf liegt deutlich darunter.

Wie funktioniert die CollectR-Mechanik in Pirots 4?

Die Vögel sitzen am Rand des 6x6-Rasters und fressen die Symbole ihrer Farbe, dafür wird ausgezahlt. Wer Pirots 2 oder Pirots 3 gespielt hat, muss im Kern nichts neu lernen.

Wie oft kommen die Freispiele bei Pirots 4?

Ausgelöst wird über gesammelte Scatter, nicht über drei zufällig verstreute Symbole. In meinen rund 300 Demo-Spins kam die Lost-In-Space-Runde zweimal — man braucht Sitzfleisch.

Für wen lohnt sich Pirots 4?

Für Spieler, die sich in ein Regelwerk einarbeiten wollen und lange Sessions mit kleinem Einsatz fahren. Wer schnelle Entscheidungen und klare Linien mag, ist bei klassischer Ware besser aufgehoben.